Am Alten Fronhof


In d'r Küch Laminatun,
im Wunnzimmer Brokat
Poppe, Kaate, Danze...
[Brings]


Typisch deutsche Küche - was ist das eigentlich? Während viele Deutsche ohne Probleme typisch französische, spanische oder schwedische Gerichte aufzuzählen wissen, fällt es vielen um einiges schwerer deutsches Essen zu definieren. Ungern will man nur zu den Klischees von Sauerkraut und Weißwurst greifen, da die deutsche Küche richtigerweise viel mehr ist als das. Obwohl die deutsche Küche im Ausland tatsächlich häufig auf Stereotype wie Weißwurst, Bratwurst und Sauerkraut reduziert wird, stellt sie sich bei genauerer Betrachtung als sehr vielfältig heraus. Die deutsche Küche ist von seinen unterschiedlichen landwirtschaftlichen Anbaugebieten und Traditionen geprägt. Während im Norden viel Fisch und Meeresfrüchte serviert werden, gibt es im Osten noch typische „DDR-Gerichte“ mit osteuropäischen Einfluss. Im Süden hingegen treffen wir neben der deftigen bayrischen Küche auf die südwestdeutsche Küche mit typischen regionalen Gerichten und leicht französischem Touch. Die alte deutsche Küche gilt als schlicht und wenig raffiniert, was aber keinen Abzug beim Geschmack bedeutet. Jeder weiß, daß "Futtern bei Muttern" immer das Beste war. Tatsache ist jedoch, dass sich das Altmodische als das neue Moderne entpuppt. In einer Welt, in der das unpersönliche Massenprodukt die neue Normalität zu sein scheint, suchen und schätzen Menschen gezielt wieder die Qualität, die für ihre Eltern und Großeltern Alltag war. Deshalb kommt man immer wieder gerne zu "Am Alten Fronhof" zurück, denn hier ist einer der seltenen Orte, wo man noch gute, ehrliche Speisen mit Zutaten aus der Region mit einem zufriedenen Lächeln genießen kann. Was meinen wir genau damit?


Gänseessen

"Sankt Martin, Sankt Martin..."
Als Kind freut man sich am meisten auf die Laternenumzüge und das Martinssingen. Als Erwachsener hat man die Lieder auch gleich im Ohr. Aber hier steht etwas anderes im Vordergrund: Die Martinsgans, die traditionell am 11. November zum Martinstag meistens mit Rotkohl, Bratapfel, Semmelknödel oder Kartoffelklößen gegessen wird. Warum es gerade eine gebratene Gans wurde, ist nicht ganz klar. Eine Legende besagt, der Mönch Martin habe sich in einem Gänsestall versteckt, als man ihn zum Bischof weihen wollte. Die Gänse schnatterten aber so aufgeregt, dass er entdeckt und schließlich doch noch zum Bischof von Tours geweiht wurde. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Martinsgans auf die jährlich anfallende Lehnspflicht der Bauern zurückgeht, die am Martinstag fällig wurde. In der Regel bestand die zu leistende Abgabe aus Naturalien, häufig einer Gans, die dann gleich als festlicher Braten zu Ehren des Heiligen Martin verspeist wurde. Gänseessen beim "Am Alten Fronhof" vereint Tradition, Genuss, Stil und Savoir Vivre. In unserer gemütlichen und stimmungsvollen Gaststätte servieren wi gerne ein Gänsemenü der Spitzenklasse für ein unvergessliches Beisammensein mit Familie und Freunden.
 

Auch dieses Jahr gibt es wieder Gänseessen von November bis Dezember.
Wegen der hohen Nachfrage ist es ratsam, frühzeitig Ihren Tisch zu reservieren!


Dicke Bohnen (Decke-Bunne-Kirmes)

Ein leckeres ganz typisches Gericht aus dem Rheinland. Aber war das schon immer so? Betrachtet man die Geschichte, stellt sich heraus, dass unsere "Decke Bunne" ein sehr reisefreudiges Gemüse sind. Und komischerweise waren frühe Formen der Bohnen nicht besonders dick. Diese kleineren Samen wurden erstmals in archäologischen Ausgrabungen in einer Steinzeitsiedlung bei Nazaret in Israel gefunden, die so ungefähr 7000 Jahr v. Chr. datiert ist. Es ist nicht klar, ob es sich bei diesen Samen um gesammelte Wildsamen oder angebaute Bohnen handelt. Seit dem 3. vorchristlichen Jahrtausend findet sich die Dicke Bohne im Mittelmeerraum, weil in den ersten Jahrhunderten nach Christus sich ein Anbauschwerpunkt entwickelte an der Nordseeküste, weil sie da als einzige Hülsenfrucht auf salzigen Böden in Küstennähe gedeiht. Im Mittelalter war sie, meist nur bone genannt, eines der wichtigsten Nahrungsmittel, auch ohne Zweifel bedingt durch die hohen Erträge. In dieser Zeit tauchte auch erstmals die großsamige Varietät auf, die es heutzutage noch immer gibt. In der kölner Region im Allgemeinen, und bei uns "Am Alten Fronhof" im Besonderen werden diese bescheidenen Bohnen bis heute noch immer zu besonderen Anlässen wie zum Beispiel dem Herkenrather "Decke-Bunne-Kirmes" genossen.


Spargel aus der Region

Eine der Freuden, die unsere Kunden jedes Jahr aufs Neue begeistern, sind unsere Gerichte mit Spargeln aus der Region. Dass diese aus der Region stammen ist eine der Schlüsselqualitäten, denn Spargel ist ein Frühlingsgemüse, das nach der Ernte nur ein kleines Zeitfenster für den Genuss zulässt. Spargel verliert nach der Ernte stündlich an Geschmack und Aroma. Kommt er aus dem Ausland, hat er immer eine Reise hinter sich, egal wie schnell der Transport erfolgt. Deshalb arbeitet "Am Alten Fronhof" nur mit Spargel, der ins Bergische angebaut wurde. Und geerntet wurden, kurz bevor sie auf Ihrem Teller landeten. Zom Jeneeße. Wie et sie sull!


Reibekuchen (Rievkooche)

In der traditionellen Gastronomie des Rheinlands ist der Freitag – als gewohnheitsmäßig fleischloser Tag – häufig der so genannte Reibekuchentag. In Köln, wo man sie mundartlich "Rievkooche" nennt, sind Reibekuchenbuden auch oft traditioneller Bestandteil von Weihnachtsmärkten und der Kirmes. In manchen Orten sind Kartoffelpuffer Teil besonderer Kartoffelfeste, z.B. in Wülfrath und beim "Tolle-Knolle" Kartoffelfest in Ibbenbüren. Je nach Region werden Kartoffelpuffer zusammen mit salzigen oder süßen Zutaten wie Apfelmus oder Zucker gegessen. Im Bergischen Land, im Münsterland und im Rheinland werden Reibekuchen auch auf gebuttertes Schwarzbrot gelegt oder mit Rüben-, Apfelkraut oder Marmeladen verzehrt.


Gutbürgerlich oder Hausmannskost?
Ejal mi Fründ! Fürs Baas, esst effe...

Wenn Sie sich im Internet bewegen, wie Sie es jetzt tun, werden Sie ohne Zweifel über die Worte "Gutbürgerlich!" und "Hausmannskost!" (Ausrufezeichen inklusive) stolpern. Meistens werden sie, häufig in Kombination mit dem Wort "Lecker!" (wieder mit Ausrufezeichen!) verwendet. Schlagwörter. Aber was bedeuten sie denn wirklich?
Die gutbürgerliche Küche steht für die ambitionierte häusliche Küche des bürgerlichen Mittelstands, hat ihren Ursprung in Frankreich und entstand im 19. Jahrhunderts während der Zeit der Industrialisierung. Die bürgerliche Küche unterscheidet sich von der herrschaftlichen Esskultur einerseits und von der bäuerlichen Küche, sowie der durch materielle Einschränkungen geprägten Küche der Arbeiter andererseits. Hier kocht die Bürgerfrau selbst und wird nicht von Köchen oder Haushälterinnen bekocht. Da mit der Hausfrau nun eine nicht-professionelle Köchin am Herd stand, die gleichwohl gewisse Ansprüche an die Mahlzeiten stellte, entstand das Bedürfnis nach vertiefenden Kenntnissen, die für die bessere Speisezubereitung notwendig waren.
Unter Hausmannskost versteht man einfaches, deftiges und traditionell zubereitetes Essen. Bei der Zubereitung von Hausmannskost werden vorwiegend regional produzierte Zutaten eingesetzt. Dazu gehören auch Gerichte aus der bäuerlichen Küche. Die Speisen der Hausmannskost haben üblicherweise eine hohe Energiedichte und sind darum vor allem für die Ernährung körperlich schwer arbeitender Menschen geeignet. Die Zubereitungs- und Verarbeitungsmethoden wie Räuchern, Pökeln, Schmoren oder Kochen haben bei der Hausmannskost einen wichtigen Stellenwert. Denn sie machen die pflanzlichen Lebensmittel wie Kartoffeln, Hülsenfrüchte oder Weißkohl aber auch das Fleisch für Sauerbraten und Rouladen erst bekömmlich für das menschliche Verdauungssystem.
 
Also, Sie fragen sich, was Sie bei "Am Alten Fronhof" finden können? Wir hoffen, dass Sie uns erlauben, mit einer Gegenfrage zu antworten: Worauf kommt es wirklich an?
Wir bei "Am Alten Fronhof" sind Ihrer Genuss und Zufriedenheit verpflichtet. Wir wollen dafür sorgen, dass Sie ein hervorragendes Mahl zu sich nehmen, das es Ihnen ein rosiges Gefühl gibt und solche angenehme Erinnerungen hinterlässt, dass Sie uns in Zukunft wieder besuchen möchten. Essen ist zum Genießen da. Genau wie das gute Gespräch, das Sie in unser gemütlichen, jahrhundertealten Stube führen können. Das ist alles. Nicht mehr und nicht weniger. Und wenn das Ihnen zu Kölnerisch und leichtsinnig klingt...
"Dat Levve es dozo do, öm jenosse ze weede, esu lächle ens, un loß ding Sorje hück Ovend ens für d'r Döör!"


Fragen Sie uns nach unserer ständig wechselnden Tageskarte!
Jeden Dienstag gibt es Fisch und Freitag ausschließlich Reibekuchen!